Passagiere mit eingeschränkter Mobilität
Vor dem Flug
Es ist ratsam, uns bereits beim Buchen Ihres Tickets über jegliche Behinderungen zu informieren. So können wir diese Informationen in unser Buchungssystem aufnehmen. Finnair ist darauf bedacht, alle zur Verfügung stehenden Informationen bei der Sitzplatzvergabe im Flugzeug zu berücksichtigen.
Passagiere mit ernsthaften Erkrankungen sollten die Fluggesellschaft im Voraus darüber in Kenntnis setzen. So kann die Fluggesellschaft sicherstellen, dass Sie flugfähig sind und die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Bitte senden Sie der Fluggesellschaft rechtzeitig vor dem Flug das MEDIF-Formular (Standard-Formular für medizinische Angaben bei Flugreisen). Die Bearbeitung des Formulars dauert möglicherweise einige Tage, insbesondere, wenn weitere Informationen nötig sind.
Die gesamte Ausrüstung, die eine Person mit eingeschränkter Mobilität für ihr Wohlbefinden benötigt, wird von Finnair ohne zusätzliche Kosten befördert. Dies erfolgt unter der Bedingung, dass die Informationen zu dieser Ausrüstung bereits bei der Reservierung oder dem Ticketkauf angegeben werden und wir bestätigen können, dass im Frachtraum ausreichend Platz dafür zur Verfügung steht. Informationen über Passagiere, die während der Reise eine besondere Betreuung benötigen, werden vom Buchungssystem automatisch an die Fluggesellschafts- und Flughafenmitarbeiter weitergeleitet. Bei einigen Fluggesellschaften müssen die Informationen über eine besondere Betreuung spätestens 48 Stunden vor dem Abflug vorliegen.
Wir benötigen bei der Buchung die unten aufgeführten Informationen zu Passagieren mit Rollstuhl. Auf diese Weise können wir die entsprechenden Vorkehrungen für die erforderliche Betreuung treffen.
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Personen, die Passagiere mit eingeschränkter Mobilität betreuen, erhalten bei Inlandsflügen in Finnland eine Ermäßigung. Die Begleitperson kann zusammen mit der betreuten Person ein Hin- und Rückflugticket buchen, mit dem nächstmöglichen Flug allein zurückkehren oder nur ein Hinflugticket buchen. |
Am Flughafen
Spezieller Check-In-Schalter für hilfebedürftige Passagiere
Am Helsinki-Vantaa Airport gibt es einen speziellen Schalter für hilfebedürftige Passagiere, die im Check-In-Bereich 201–232 einchecken. Der Check-In-Schalter 216 ist mit einem Text für Passagiere, die eine besondere Betreuung benötigen, und entsprechenden Symbolen versehen.
- Überprüfen Sie bei der Abfertigung, dass die im System gespeicherten Informationen korrekt sind. So können vor dem Abflug ggf. Fehler korrigiert oder fehlende Informationen ergänzt werden. Am Rollstuhl wird ein Gepäckanhänger angebracht.
- Auf Wunsch werden Sie von einem Mitarbeiter von der Abfertigung bis zum Flugzeug begleitet. Am Helsinki-Vantaa Airport besteht die Möglichkeit, dass eine Person Sie bis zum Abflugsteig begleitet, sofern zuvor eine entsprechende Genehmigung eingeholt wurde.
- Grundsätzlich sollten Sie so lange wie möglich im Rollstuhl bleiben können, nach Möglichkeit bis zur Tür des Flugzeugs. Dort erhalten Sie Hilfestellung, um entweder gestützt oder mithilfe eines Tragestuhls in die Kabine zu gelangen. Der Rollstuhl wird im Frachtraum des Flugzeugs verstaut.
- Auf einigen Flughäfen und vor allem, wenn Rollstühle mit Elektroantrieb verwendet werden, kann die Vorgehensweise jedoch aufgrund der Lage von Aufzügen oder Treppen im Flughafengebäude abweichen.
- In solchen Fällen wird dem Passagier in der Regel bei der Abfertigung ein Ersatzrollstuhl des Flughafens zur Verfügung gestellt, und der eigene Rollstuhl wird in die Gepäckhalle gebracht.
Passagiere, die besondere Betreuung benötigen, dürfen grundsätzlich vor allen anderen Passagieren das Flugzeug betreten, damit ihnen das Kabinenpersonal in Ruhe helfen kann und erfährt, welche Unterstützung während des Fluges benötigt wird. Daher ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig am Abflugsteig einfinden, spätestens zur auf der Bordkarte angegebenen Einstiegszeit.
Besondere Betreuung für behinderte Passagiere an Flughäfen innerhalb der EU
Die besondere Betreuung für behinderte Passagiere sowie für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität unterliegt der Verantwortung der Flughäfen innerhalb der EU. Für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität wird in beiden Terminal-Gebäuden, auf den Parkplätzen sowie in anderen Verkehrszonen besondere Unterstützung bereitgestellt.
Der Begriff „Passagier mit eingeschränkter Mobilität“ (PRM) umfasst alle Passagiere, deren Mobilität dauerhaft oder zeitweise aufgrund eines körperlichen Unvermögens (sensorisch oder lokomotorisch), einer geistigen Behinderung, des Alters, eines verminderten Seh- oder Hörvermögens sowie anderer Behinderungsursachen bei Reisen im Lufttransport eingeschränkt ist und daher besondere Betreuung am Flughafen benötigen. Diese Dienstleistung steht Passagieren mit eingeschränkter Mobilität kostenlos zur Verfügung.
Passagiere werden darum gebeten, bereits bei der Reservierung oder mindestens 48 Stunden vor dem Abflug das Reisebüro oder die Fluggesellschaft darüber zu informieren, dass eine besondere Betreuung benötigt wird. Dadurch kann eine erstklassige und problemlose Betreuung für den Passagier zum Flughafenterminal sowie an Bord des Flugzeugs gewährleistet werden. In Finnland können Passagiere unter der gebührenfreien Finnair-Telefonnummer +358 (0)800 9 3466 nach der besonderen Betreuung fragen.
Am Helsinki-Vantaa Airport sind Abholsammelpunkte vorhanden, die mit dem internationalen Behindertenzeichen gekennzeichnet sind. Passagiere sollten sich mindestens 2 Stunden vor Abflug an diesen Sammelpunkten einfinden. Die Abholsammelpunkte befinden sich an den Parkhäusern P3 (Ebene 2) und P5 (Ebene -2), auf der Abflugebene außerhalb von Terminal 2 sowie im Check-In-Bereich 201–232. Außerdem stehen Behindertenparkplätze zur Verfügung.
Der Passagier kann sich auch direkt am Abfertigungsschalter einfinden. In diesem Fall sollte der Passagier mindestens 1 Stunde vor Abflug am Schalter sein, da der Flughafen sonst keine Gewährleistung übernehmen kann, dass der Passagier in das Flugzeug einsteigen darf. Der Passagier kann während der Abfertigung und den Sicherheits- und Grenzkontrollen betreut und zum Abflugsteigsbereich begleitet werden. Abreisende Passagiere können in den meisten Fällen vor den anderen Passagieren in das Flugzeug einsteigen und ankommenden Passagieren wird beim Ausstieg geholfen, nachdem alle anderen Passagiere das Flugzeug verlassen haben. Ankommenden Passagieren wird bis zum Ausgangspunkt des nächsten Transportmittels geholfen (Anschlussflug, Parkplatz, Bus oder Taxi).
Während des Fluges
- Alle während des Fluges benötigten Medikamente sollten im Handgepäck mitgeführt werden. Das Kabinenpersonal darf während des Fluges keine Medikamente von Passagieren aufbewahren.
- Wenn Passagiere Unterstützung bei der Einnahme von Medikamenten oder Mahlzeiten, beim Toilettenbesuch, beim Aufstehen oder Kommunizieren benötigen, müssen Sie von einer eigenen Begleitperson betreut werden. Die Fluggesellschaft kann diese Betreuung während des Fluges und am Flughafen nicht übernehmen, mit Ausnahme der Tragehilfe am Flughafen.
- Passagiere mit eingeschränkter Mobilität müssen in der Lage sein, auf den normalen Flugzeugsitzen zu sitzen. Finnair stellt keine Spezialausrüstung wie Sitzauflagen zur Verfügung.
Wir bemühen uns stets, die Wünsche der Passagiere bei der Sitzzuteilung zu berücksichtigen. Allerdings dürfen Passagiere mit eingeschränkter Mobilität nicht im Bereich der Notausgänge sitzen oder andere Passagiere am Platz in ihrer Beweglichkeit einschränken.
Passagieren mit eingeschränkter Mobilität wird im Voraus ein Sitz mit anhebbarer Armlehne zugewiesen. Dieser sollte sich nach Möglichkeit unmittelbar am Durchgang befinden, um die Beförderung vom und zum Rollstuhl oder Tragestuhl zu erleichtern. Ist das Flugzeug ausgebucht, erhalten Passagiere mit eingeschränkter Mobilität einen Fensterplatz, damit andere Passagiere in ihrer Beweglichkeit nicht eingeschränkt werden. Auf allen Interkontinentalflügen von Finnair mit Maschinen des Typs Boeing MD-11, Airbus A340-300 und A330-300 steht ein Rollstuhl für Toilettenbesuche an Bord bereit.
Nach dem Flug
Die Mitarbeiter des Abflughafens informieren den Zielflughafen, sodass die Mitarbeiter dort den Passagier bei der Ankunft empfangen und entsprechend unterstützen können. Passagiere mit eingeschränkter Mobilität verlassen das Flugzeug zuletzt, damit ausreichend Platz und Zeit für die Hilfe beim Ausstieg gegeben ist. Das Flughafenpersonal begleitet den Passagier in die Ankunftshalle und entweder zur abholenden Person oder zum nächsten Transportmittel (Anschlussflug, Taxi oder Bus).
Reisen in Gruppen
- Wenn mehrere Passagiere, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, als Gruppe auf denselben Flug gebucht sind, ist die rechtzeitige Übermittlung der Informationen besonders wichtig. Die Informationen sind erforderlich, damit genügend Zeit und Personal für die Hilfestellung eingeplant und damit gewährleistet werden kann, dass der Platz im Frachtraum für sämtliche Rollstühle ausreicht.
- Aus Sicherheitsgründen kann auf einem einzelnen Flug nur eine bestimmte Anzahl von Passagieren, die besondere Betreuung benötigen, zugelassen werden.
- Wenn auf einen Flug mehr als fünf Passagiere mit Rollstühlen gebucht sind, wird der Ein- und Ausstieg nach Möglichkeit mit speziellen Ladebühnen erleichtert.
- Bei Bedarf können wir auch im Voraus einen separaten Gruppen-Check-In im Helsinki-Vantaa Airport durchführen. Sie können sich über diese und weitere Vorabmaßnahmen im Reisebüro oder direkt bei der Fluggesellschaft informieren.
Bei der Entwicklung unserer Dienstleistungen für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität haben wir eng mit verschiedenen Behindertenverbänden zusammengearbeitet. Diese Entwicklung ist jedoch noch nicht abgeschlossen, mithilfe neuer Technologien und Tools können wir unsere Dienstleistungen noch weiter verbessern. Wertvolle Anregungen erhalten wir auch durch das Feedback unserer Kunden, das wir in die Schulung unserer Mitarbeiter und die Entwicklung von Richtlinien einfließen lassen.
Vorinformationen
Die Fluggesellschaft benötigt im Voraus die folgenden Informationen von Passagieren, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind:
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Bringt der Passagier seinen eigenen Rollstuhl mit an Bord? |
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Wird der Rollstuhl von Hand oder elektrisch betrieben, und ist er faltbar? |
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Ist die Stromquelle eine Trocken- oder Nassbatterie? Wir benötigen zusätzlich Informationen über das Entfernen der Batterie, falls der Kunde sich aus sprachlichen oder anderen Gründen nicht klar verständlich machen kann. |
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Die Abmessungen des gefalteten Rollstuhls (Länge x Breite x Höhe). |
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Reist der Passagier allein oder wird er zum Beispiel von einer Begleitperson unterstützt? |
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Benötigt der Passagier Unterstützung am Flughafen, oder kann er den Weg von der Abfertigung bis zum Abflugsteig allein bewältigen? |
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Kann der Passagier ohne fremde Hilfe vom Rollstuhl in den Flugzeugsitz umsteigen, oder benötigt er dabei Hilfe bzw. einen Tragestuhl? |
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Benötigt der Passagier Unterstützung beim Treppensteigen, obwohl er kürzere Strecken auf einer Ebene zu Fuß zurücklegen kann? |
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Möchte der Passagier aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität auf einer bestimmten Gangseite sitzen? |
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Bringt der Passagier weitere medizinische Hilfsmittel mit an Bord? |
Falls der Passagier zusätzlich zu seiner Behinderung an einer ernsthaften Erkrankung leidet, muss er die Fluggesellschaft darüber in Kenntnis setzen. Möglicherweise ist eine ärztliche Genehmigung zur Bestätigung der Flugtauglichkeit des Passagiers erforderlich. In all diesen Fällen muss die Fluggesellschaft bereits bei der Flugbuchung benachrichtigt werden, damit genügend Zeit zum Ausführen der als erforderlich angesehenen Vorsichtsmaßnahmen vorhanden ist. Füllen Sie das MEDIF-Formular (Standard-Formular für medizinische Angaben bei Flugreisen) aus, und senden Sie es frühzeitig vor Ihrem Reisedatum an die Fluggesellschaft. Die Fluggesellschaft benötigt einige Tag für die Bearbeitung, insbesondere wenn zusätzliche Erläuterungen erforderlich sind.
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