Ein beliebter Zeitvertreib der Japaner ist das Essen. Und das wunderbare an Japan ist, dass Sie wirklich hervorragendes Essen zu lächerlich kleinen Preisen genießen können. Es ist einfach, ein köstliches Mittagessen für weniger als 5 Euro zu bekommen. Für gerade mal einen Euro erhalten Sie eine gut gefüllte Schüssel in einer Nudelbar. Mit speziellen Mittagstischangeboten lassen sich seltene Delikatessen wie Fugu für weniger als 20 Euro kosten – und zwar für das gesamte Essen. Japan bietet fantastische kulinarische Erlebnisse zu erheblich kleineren Preisen als in Europa.

Je nach Restaurant werden Sie wohl einen völlig anderen Preis für dasselbe Gericht zahlen müssen. Sie können sich für 50 Cent zwei Gerichte vom Laufband der billigsten Sushi-Bar nehmen und sich für zwei Euro satt essen. In exquisiten Sushi-Restaurants wird Ihre Rechnung jedoch Hunderte von Euros betragen.

Japan ist auch die Heimat der teuersten Restaurants der Welt. Eines davon wirbt für ein 1000-Euro-Steak – garantiert zartes, biergefüttertes Kobe-Rind. In den besten und teuersten Restaurants schaut man offensichtlich nicht auf den Preis – also sollten Sie auf jeden Fall den Inhalt Ihres Portemonnaies prüfen, bevor Sie das Restaurant betreten.

Meist ist es einfach, die Restaurants zu erkennen, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten: es steht immer eine Schlange davor. In Japan gibt es viele Zeitschriften, die auf Restaurantkritiken und -präsentationen spezialisiert sind, sowie eine große Zahl an Fernseh-Kochshows. Manchmal folgen die Menschen deren Empfehlungen etwas zu sehr; eine gute Kritik bedeutet noch lange nicht, dass das Restaurant das beste ist.

Die japanische Esskultur gehört in jeder Weise zu den am weitesten entwickelten der Welt. Besonders Tokio hat eine große Auswahl an Kochkünsten aus aller Welt zu bieten: manche sagen, dass sich die weltbesten Chinarestaurants in der japanischen Hauptstadt befinden.

Oftmals verschwimmen in Japan die Grenzen der einzelnen Esskulturen. Die moderne japanische Küche nimmt ausländische Einflüsse auf, und heute ist es oft schwer zu sagen, was japanisch ist und was nicht: Gerichte wie gegrillte Hähnchenspieße – yakitori – werden in Japan erst seit dem Zweiten Weltkrieg gegessen und trotzdem sind sie ein deutlicher und essentieller Bestandteil der heutigen japanischen Esskultur. Da der Buddhismus ursprünglich das Essen von Fleisch verbot, wurde es erst im 19. Jahrhundert gegessen und es dauerte noch viel länger, bis es zur alltäglichen Ernährung gehörte. Die japanische Zubereitungsvariante Tempura (frittiert) entstand durch portugiesische Einflüsse im 16. Jahrhundert, während man bei Tofu glaubt, dass es im 8. Jahrhundert von China nach Japan kam.






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