Gesundheitliche Probleme während eines Fluges

Erste Hilfe

Alle Flugzeuge der Finnair sind mit medizinischem Sauerstoff, einem Erste-Hilfe-Kasten, einem Sanitätskoffer für die Notfallversorgung, Infusionszubehör für Ärzte und einem Infektions-Kit für akute Krankheitsfälle während des Fluges ausgestattet. Dieses Kit wird durch das Kabinenpersonal zum Schutz der Passagiere und des Flugpersonals bei einer Infektion während des Fluges oder bei Verdacht auf eine Infektionskrankheit verwendet.

Das Kabinenpersonal ist ebenfalls in der Verwendung eines Defibrillators zur Behandlung von akuten Herzrhythmusstörungen ausgebildet. Defibrillatoren befinden sich an Bord des Airbus A319, A320, A321, A340-300, Airbus A330-300 und der Boeing 757.

Durchblutungsstörungen auf langen Flügen

Durch langes aufrechtes Sitzen in einer unveränderten Position wird in den unteren Beinen vermehrt Flüssigkeit angesammelt, und die Füße schwellen an. Wenn Sie sich länger nicht bewegen, kann dies ein Risikofaktor für die Bildung von Blutgerinnseln (tiefe Venenthrombose) in den Beinen sein. Bewegen Sie daher während des Fluges Ihre Beine und Füße alle 1 bis 2 Stunden, falls dies möglich ist.

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    Übungen während des Fluges

    1. Ballen Sie beide Hände zu einer Faust, und öffnen Sie die Hände dann wieder schnell. Wiederholen Sie diese Übung 10 Mal.
    2. Ziehen Sie Ihre Schuhe aus. Stellen Sie beide Füße flach auf den Boden. Heben Sie nun die Fußballen vom Boden ab, spreizen Sie dabei die Zehen, und drücken Sie mit den Fersen gegen den Boden (5 Sekunden halten). Lockern Sie die Füße. Drücken Sie nun mit den Fußballen gegen den Boden, und heben Sie die Knie an (Sie können die Wirkung dieser Übung noch erhöhen, indem Sie mit Ihren Händen auf die Knie drücken). 5 Sekunden halten, lockern Sie dann die Füße. Wiederholen Sie die gesamte Übung 10 Mal.
    3. Drücken Sie Ihre Handflächen gegen das Sitzkissen, und heben Sie ein Knie in Richtung Kinn an. Entspannen Sie kurz, und heben Sie nun das andere Knie. Wiederholen Sie die Übung einige Male.
    4. Lassen Sie einen Fuß frei in der Luft hängen, indem Sie Ihren Oberschenkel mit den Händen anheben, zeichnen Sie mit dem Fuß einen Kreis, zuerst 10 Mal im Uhrzeigersinn und dann 10 Mal gegen den Uhrzeigersinn. Lockern Sie die Füße. Wiederholen Sie die Übung mit dem anderen Fuß. 5 Mal wiederholen.
    5. Drehen Sie Ihr Kinn langsam zur rechten Schulter, und halten Sie die Spannung 5 Sekunden lang. Neigen Sie Ihr Kinn nun Richtung Brust, und halten Sie die Spannung 5 Sekunden lang. Drehen Sie Ihr Kinn zur linken Schulter, und halten Sie die Spannung 5 Sekunden lang. Wiederholen Sie die Übung 5 Mal.
    6. Ziehen Sie beide Schultern nach oben, entspannen Sie sich, und ziehen Sie die Schultern dann wieder nach unten in die natürliche Position. Wiederholen Sie die Übung mehrmals.
    7. Stellen Sie beide Füße flach auf den Boden, beugen Sie sich langsam nach vorne, und bewegen Sie Ihre Hände entlang der Oberschenkel und Beine nach unten zu Ihren Fußknöcheln. Richten Sie sich dann langsam wieder auf. Wiederholen Sie diese Übung 5 Mal.
    8. Spannen Sie Ihre Sitzmuskulatur 5 Sekunden lang kräftig an, und entspannen Sie sie anschließend wieder. Wiederholen Sie diese Übung 5 Mal.

Durch Änderungen des Drucks in der Kabine verursachte Ohrprobleme

Die Paukenhöhle im Mittelohr ist über die eustachische Röhre mit dem Nasenrachenraum und somit der Kabinenluft verbunden. Der Luftdruck im Mittelohr wird durch die eustachische Röhre ausgeglichen, somit wird das Trommelfell vor Druckschwankungen geschützt. Während des Starts und der Landung ändert der Luftdruck in der Kabine sich leicht, was sich auf Ihre Ohren auswirken kann – dies ist vollkommen normal.

Während Ihres Fluges kann die eustachische Röhre teilweise verstopft sein –, zum Beispiel bei einer Grippe oder allergischen Erkrankung –, und es kann länger als normal dauern, bis sich der Druck in Ihrem Mittelohr als Reaktion auf Änderungen im Kabinendruck normalisiert. Dies kann Symptome wie Ohrenschmerzen verursachen und zu einer Mittelohrentzündung führen.

Tipps zur Minderung von Ohrproblemen während eines Fluges

  • Ohrprobleme können verhindert oder reduziert werden, indem Sie Nasentropfen oder -sprays aus der Apotheke anwenden. Bei Nasentropfen sollten Sie diese tief in jedes Nasenloch einträufeln, während Sie Ihren Kopf so flach wie möglich nach hinten legen. Hierdurch gelangt die Flüssigkeit auch in die eustachische Röhre und trägt dazu bei, dass diese offen bleibt. Verwenden Sie die Nasentropfen oder das Nasenspray 20–30 Minuten, bevor das Flugzeug mit dem Landeanflug beginnt.
  • Wenn das Flugzeug sich im Landeanflug befindet, können Sie Ihre Ohren dabei unterstützen, sich an die Druckänderung anzupassen, indem Sie Ihre Nase zuhalten, Ihren Mund schließen und ausatmen. Dadurch wird Luft in Ihr Mittelohr gedrückt. Schlucken und Gähnen können ebenfalls helfen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
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