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Fragen und Antworten zur unternehmerischen Verantwortung
Wie werden durch die Erneuerung der Flotte Kohlenstoffdioxid-Emissionen gesenkt?
Was unternimmt Finnair noch zur Senkung der Emissionen?
Finnair verbessert die Ökobilanz seiner Flotte auf vielfältige Weise. Die Tragflächen der Flugzeuge der Boeing 757-Flotte, die Finnair auf Ferienflügen einsetzt, wurden mit Winglets ausgestattet. Diese senken den Treibstoffverbrauch und die Kohlenstoffdioxid-Emissionen um bis zu fünf Prozent. Außerdem wurden die Sitze der europäischen Airbus-Flotte durch leichtere Modelle ersetzt. Obwohl die Anzahl der Sitze im Flugzeug angestiegen ist, sank das Leergewicht um 800 kg. Durch die Erneuerung wird pro Sitz zehn Prozent Treibstoff eingespart.
Ziel von Finnair ist es, seine Flüge mit optimaler Reisegeschwindigkeit und Flughöhe durchzuführen, damit die Flugzeuge so wenig Treibstoff wie möglich verbrauchen. Die Reinigung des Flugzeugs hat ebenfalls Einfluss auf den Treibstoffverbrauch. Die Triebwerke saugen Schmutz von der Flugzeugoberfläche ein, was ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Triebwerke sauberer Flugzeuge benötigen bis zu einem Prozent weniger Treibstoff als die schmutziger Flugzeuge.
Doch die Reduzierung von Emissionen liegt nicht nur in den Händen von Finnair. Direktverbindungen spielen eine wichtige Rolle. Finnair bietet seinen Kunden bereits die kürzesten Verbindungen zwischen Europa und Asien an; doch vor allem in europäischen Luftraum besteht noch Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Effizienz bei Flügen. Der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen der UN (UN Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) schätzt, dass durch eine ineffiziente Infrastruktur und ineffiziente Arbeitsweisen bis zu 18 % des Treibstoffs verschwendet werden. Auch wird die gleiche Menge an unnötigen CO2-Emissionen verursacht. Durch das Projekt Single European Sky, bei dem der europäische Luftraum unter einem Kontrollorgan zusammengefasst wird, könnten Flugverbindungen begradigt und Emissionen im europäischen Luftraum gesenkt werden.
Bietet Finnair seinen Kunden die Möglichkeit, ihre Kohlenstoffdioxid-Emissionen freiwillig auszugleichen?
Nach Ansicht von Finnair liegt es in der Verantwortung der Fluggesellschaften, ihre Pflichten zum Umweltschutz wahrzunehmen. Finnair tut dies durch die ständige Erneuerung seiner Flotte und durch das Angebot von direkten Verbindungen zwischen Europa und Asien über Helsinki an seine Kunden. Alle Fluggesellschaften, die zwischen Europa und Asien verkehren, fliegen über Finnland, da die kürzeste Verbindung zwischen den Kontinenten über das Heimatland von Finnair führt. Sollten Sie von Berlin über Frankfurt nach Peking fliegen, sind Sie über eine Stunde lang in die falsche Richtung geflogen. Eine Verschwendung von Treibstoff und ein unnötiger Ausstoß von Emissionen sind die Folge. Durch die Wahl eines Direktflugs können Kunden bis zu 30 % der Emissionen einsparen, die durch ihre Reise verursacht werden. Würde Finnair immer noch Flugzeuge des Typs MD-80 nutzen, wie dies bei vielen Fluggesellschaften der Fall ist, würde das Unternehmen pro Tag 120.000 kg mehr Treibstoff verbrauchen.
Finnair spricht sich für das Handelsmodell für globale Emissionen aus.
Was unternimmt Finnair gegen die Lärmbelastung?
Die nationalen Zivilluftfahrtbehörden sind für die Kontrolle der Lärmbelastung an Flughäfen verantwortlich. Ziel ist es, eine möglichst geringe Anzahl von Personen Lärm auszusetzen. In Finnland stellt die korrekte Einteilung der Umgebung ein zentrales Mittel zur Erreichung dieses Ziels dar. Die Anforderungen für die Lärmzertifizierung für Flugzeuge werden von der internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organisation) festgelegt.
Finnair erfüllt seine Verantwortung in Bezug auf Lärm durch die Erneuerung seiner Flotte und die Optimierung der Start- und Landeanflüge aus der Lärmperspektive. Die Boeing 757-Flotte, die Flugzeuge des Typs Airbus A319 und A320 sowie des Typs Embraer 170 und 190 von Finnair erfüllen bereits die zukünftig geltenden strengeren Lärmpegelanforderungen. Der erste Airbus A340 von Finnair, der im Juni 2006 Teil der Flotte wurde, ist den Lärmpegel beim Start betreffend mit einer Boeing MD-11 vergleichbar. Bei der Landung ist er deutlich leiser.
Warum sind Stickoxid-Emissionen ein Problem für den Luftverkehr?
Stickoxide verschlechtern die örtliche Luftqualität an den Flughäfen. Stickoxide werden nicht nur durch den Luftverkehr, sondern auch durch Bodenausrüstung an Flughäfen erzeugt.
In den modernen Triebwerken des Typs CFM56 der Airbus-Flotte von Finnair kommt Spitzentechnologie zum Einsatz, die zusätzlich zur Verbesserung der Energieeffizienz auch der Verringerung von Stickoxid-Emissionen dient. Derselbe Triebwerkstyp wurde für die neuen Finnair-Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A340 ausgewählt.
Wie wird bei Finnair Abfall recycelt?
Bei Finnair entstehen Abfälle in den Flugzeugkabinen, beim Finnair-Catering, in der Finnair-Technikabteilung und natürlich in den Büros.
In der Kabine werden Aluminium, Glas, Flaschen und Energieabfälle getrennt. Finnair sammelt Energieabfälle auch auf Inlandsflügen. Das Finnair-Catering trennt alle Abfälle, darunter auch Bio-Abfälle. Das Finnair-Catering setzt das Umweltmanagementsystem ISO 14001 um.
In der Finnair-Technikabteilung entsteht bei der Wartung von Flugzeugen eine große Menge an Problemabfällen. Das Sammeln und die Entsorgung dieser Abfälle erfolgt auf verantwortungsvolle Weise durch die Lagerorganisation des Technischen Services. Diese Tätigkeiten werden außerdem durch strenge Auflagen der Umweltbehörde geregelt. Die Finnair-Technikabteilung verfügt auch über eine Umweltgenehmigung für ihre Tätigkeiten von der Umweltverwaltung in Uusimaa.
In den Büros und Kantinen von Finnair wird der Abfall ebenfalls getrennt. In den Büros wird wiederverwertbares Papier, Energieabfall und gemischter Abfall sortiert, in den Kantinen sind es Verpackungen und Bio-Abfälle.
Was unternimmt Finnair noch, um Energie zu sparen?
Bei Finnair ist die sichtbarste Art des Energiesparens, in diesem Fall Treibstoff, die Erneuerung der Flotte. In der Finnair-Gruppe gibt es außerdem andere Aktivitäten, bei denen energiesparende Methoden genutzt werden.
Der Wärmeenergieverbrauch in den Einrichtungen von Finnair wird stark von der Beheizung großer Flugzeughangars im Winter beeinflusst. Der Wärmeverbrauch der Finnair-Technikabteilung macht über 70 % des Gesamtverbrauchs aus. Das Öffnen der Hangartore wirkt sich stark auf den Wärmeenergieverbrauch aus. Eine signifikante Energiemenge kann eingespart werden, wenn mehrere Flugzeuge zur gleichen Zeit in den Hangar gebracht werden können. Auch die Außentemperatur hat starken Einfluss auf die Verbrauchszahlen.
Die Bodenausrüstung von Finnair an den Flughäfen wird größtenteils von vollkommen schwefelfreiem Heizöl betrieben. Ausrüstungen, die mit Heizöl betrieben werden, verursachen weniger Kohlendioxid- und Stickoxid-Emissionen als solche, die mit herkömmlichem Kraftstoff betrieben werden.
Außer Strom benötigt das Finnair-Catering beispielsweise Wasser zum Spülen des Catering-Geschirrs aus den Flugzeugen. Die Arbeitsabläufe der Geschirrspülabteilung beim Finnair-Catering wurden in den letzten Jahren rationalisiert. Das Catering-Geschirr aus dem Flugzeug wird nun in einer großen Spülmaschine gereinigt und nicht wie früher in zwei. Der Einsatz von nur einer Maschine führt zu einem deutlich geringeren Verbrauch an Wasser, Strom und Reinigungsmittel.
Im Jahr 2008 zog das Finnair-Catering in neue, moderne Einrichtungen am Flughafen Helsinki um. In den neuen Einrichtungen wird besonders auf die Abfallentsorgung sowie auf die Energie- und Wassereinsparung Wert gelegt.
Wie stark wirkt sich der Luftverkehr im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln auf die finnische Umwelt aus?
Im Jahr 2006 veröffentlichte das finnische Umweltministerium die Transport MIPS-Studie. Sie untersucht die Auswirkungen verschiedener Transportmittel auf die Umwelt in Finnland. Der MIPS-Indikator (Material-Input pro Serviceeinheit) wurde herangezogen, um zu bestimmen, wie viel für einen bestimmten Service bzw. eine bestimmte Aktivität an natürlichen Ressourcen verbraucht wird, im Verhältnis dazu, was dadurch gewonnen wird. Das bedeutet, dass bei diesen Berechnungen nicht nur die Umweltbelastung von Flugzeugen, Autos und Fahrrädern berücksichtigt wird, sondern auch die des Straßen- und Schienenverkehrs sowie die von Flughäfen.
Der Luftverkehr verbraucht einen vergleichsweise geringen Anteil an nicht erneuerbaren Ressourcen und seine Infrastruktur ist sehr leicht. In Finnland ergeben alle Start- und Landebahnen zusammengenommen eine Länge von 75 km, wohingegen die Länge des Schienennetzes 5.851 km beträgt. Auf den Inlandsflugverkehr entfallen 0,6 kg an nicht erneuerbaren Ressourcen pro Person und Kilometer. Die entsprechende Zahl im Bahnverkehr beträgt hingegen 1,2 kg. Von den untersuchten Verkehrsmitteln verbrauchten Autos die meisten nicht erneuerbaren Ressourcen: 1,5 kg pro Person und Kilometer.
Transport-MIPS – der Verbrauch natürlicher Ressourcen des finnischen Transportsystems
Unterstützt Finnair Naturschutzorganisationen?

